Zwei Tote bei Protesten in Kurdistan

Bei Zusammenstößen mit der Polizei im Osten der Türkei werden zwei Menschen getötet. Auf darauffolgende Demonstrationen in Istanbul reagiert die Politzei extrem repressiv.

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Nach Angaben von bianet.org kam es in Dewer (Türkisch: Yüksekova) im kurdischen Siedlungsgebiet der Türkei am Freitag, dem 6. Dezember zu Protesten. Grund waren Grabschändungen von PKK-Mitgliedern. Im Zuge eines Polizeieinsatzes wurden Veysel İ.(34) und Mehmet R. İ. (32) schwer verletzt und erlagen kurz darauf im Krankenhaus ihren Verletzungen.

In der darauffolgenden Woche wurden in Istanbul Demonstrationen gegen die Polizeigewalt in Dewer und in Solidarität mit den Opfern agbehalten, allerdings nur in geringem Umfang. Die Repression fiel dagegen umso größer aus.

Eine Bandbreite von kurdischen, islamischen und politisch linksgerichteten Organisationen veranstaltete vergangenen Freitag, den 13. Dezember an der Istabuler Boğaziçi-Universität ein Panel zum Thema Gewalt seitens des Staates, mit Fokus auf die jüngsten Ereignisse. Im Anschluss versammelte sich eine Gruppe von ca. 50 studierenden und dozierenden auf dem Campus zu einer Demonstration. Bereits am Ausgang der Universität wurde der Protestzug jedoch von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot aufgehalten und schließlich unter Einsatz von Schlagstöcken und Wasserwerfern, vermischt mit Tränengas aufgelöst.

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